Die Universität


Eigentlich sollte diese Überschrift „Die Schule“ heißen. Denn nicht nur die niedrigen Stühle und Tische erinnern an die siebte, achte Klasse: die Lehrer, die Unterrichtsmethoden, das Ausmaß an Eigenverantwortung das man uns hier zutraut – all das hat mit Universität im deutschen Sinne nur wenig zu tun.



Trotzdem bin ich recht zu frieden, denn auch als „Achtklässlerin“ lerne ich hier jede Menge. Nach einem Sprachtest wurde ich in die Mittelstufe eingeteilt. In meiner Klasse sind außer mir nur Koreaner und Japaner, ich kann mich also mit meinen Kommilitonen nur auf Chinesisch unterhalten. Der Stundenplan ist fest vorgegeben und enthält Kurse in Leseverständnis, Konversation und Hörverständnis. Darüber hinaus gibt es noch einen Kurs in dem Zeitungsartikel gelesen werden. Alles in allem entspricht das in etwa dem, was ich mir vom Unterricht hier erhofft hatte. Ich muss viele, viele Vokabeln lernen, meine asiatischen Kommilitonen sind mir was das Zeichen lesen und schreiben angeht um einiges voraus. Dafür fällt mir das Sprechen leichter. Außer in Konversation gibt es allerdings kaum Gelegenheit im Unterricht zu sprechen – die Lehrer hier beantworten die Fragen, die sie stellen für gewöhnlich selbst.
Glücklicherweise habe ich bereits eine chinesische Sprachpartnerin gefunden: Zheng Qian studiert Lehramt „Chinesisch für Ausländer“ und möchte das Unterrichten ausprobieren. Besser hätte ich es kaum treffen können.

14.9.06 14:45

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